Arndt Tomás Aphorismen von Hans Arndt - Seite 2/7
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Zitatsammlung von Hans Arndt - Zitate aus der Veröffentlichung "Im Visier"

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Flammende Zonen

Wer Dämonen beherbergt, der verführe sie zu seinen Freunden!

Die Flucht ohne Ziel ist ein Wettlauf mit der Kraft des Herzens.

Das Verfallensein kommt einer Verpfänung unserer Seele gleich.

Unsere Opposition erweckt die abseits gestellten Überzeugungen zur Tapferkeit.

Ein exponiertes Bewußtsein stützt sich auf Brandwunden.

Wo das Mißtrauen erwacht, da ringt die Liebe ins Leere.

Die Süße in der Macht des Zarten wird gefährlich im Verhaltensein des lauernden Dämons.

Zusammenbrüche sind die Arme der Engel, die uns vor uns selbst bewahren.

*

*

Erfahrenes Wissen

Das Fazit unseres Lebens schließt jede Stunde ein.

Die Meisterung des Schicksals besteht aus rechtzeitigen Absprüngen.

Erfahrung und Wissen sind Belastungsproben für die Schönheit.

Es liegt im Wesen der Erfüllung, daß sie nicht vorweggenommen werden kann.

Die Erkenntnis geht der Wandlung voraus.

Der Gipfel zwingt erst zur Bewährung beim Blick in die Tiefe.

Um Bereitschaft zu erlangen, muß man fleißig sein im Passiven.

Die übersprungene Erfahrung steuert einen an.

Wir geraten in Schulden, wenn wir unsere Empfindungen nicht ausfühlen.

Das Leben ist unbarmherzig, auch im Ertragenlassen von intensivem Glück.

Erst im Begreifen erfüllt sich das Wissen.

Die Fremdkörper im Schicksal sind am schwersten zu entfernen.

Um eine Sache bis auf den Grund durchzudenken, bedarf es oft mehr des Mutes als des Verstandes.

Niederlagen sind die wahren Freunde unserer Selbstbesinnung.

Die Auswertung des Lebens führt über den Mut.

*

Wandlung

Er machte sie zu seiner Geliebten, aber die Liebe formte sie zu seiner Mutter.

Sie versank unter seinen Komplimenten in Trance - und erwachte als Venus.

Er begann um sie zu werben, nachdem sie ihm allzu sicher war.

*

Bewegtes Grundwasser

Der Blick in sich hinein erweitert sich zum Panorama.

In unserem Seelenleben liegen zwischen Blitz und Donner oft viele Jahre.

Einer menschlichen Entfremdung begegnen wir wie den ersten kühlen Tagen.

Wer über seine liebsten Dinge spricht, sündigt gegen das Gesetz der Stille.

Wir schauen in unsere Vergangenheit wie auf eine Niederung von Wald, Gestrüpp und Lichtungen.

Der Genuß wird fast zur Mühe, wenn das Bewußtsein hineinflüstert, daß er nicht wiederkehrt.

Die Tragik herrscht da, wo niemand helfen kann.

Resignation ist das Müdewerden unserer Sehnsucht nach Heißgeliebtem.

Wer Erzieltes erreicht hat, wird leicht ein Opfer der Leere.

Der Selbstironie bedienen sich unsere vertieften Schwierigkeiten als befreiende Sonde.

Das, was unser Herz anrührt, bedeutet uns oft eine ungewollte Verzögerung auf dem Wege zu unseren geheimen Wünschen.

Die Leidensbereitschaft nährt sich von unserer Angst, sie am Beginn ihres Existenzanspruches aufzustöbern.

Nach einer menschlichen Enttäsuchung bitten wir uns selbst um unsere eigene Freundschaft.

Wir empfinden unsere Traurigkeiten sich verteilen und verzinsen, während
unsere Freude statisch und bescheiden in sich selber ruht.

*

*

Stichflammen

Wutanfälle sind improvisierte Racheakte gegen angestaute Disziplin.

Die Fantasie der Mutter erlebt ihren Höhepunkt in der Angst.

Am schillerndsten sind die Vorteile, die Katastrophen verschleiern.

*

Entrücktes Selbst

Er begann sein Glück aufzubauen auf seiner kleinsten, unteilbaren Einheit.

Ihr Widerstand erprobte sich an der verborgenen Bejahung.

Er trank, um seine tote Geliebte wieder zu erwecken.

*

Kristalle

Souveränität ist durchlittener Abstand.

Der Schmerz ist der intimste Erzieher des Menschen.

Zärtlichkeit ist verwandelte Kraft.

Treue ist die unmittelbare Folgerung der in der Tiefe ruhenden Emfpindung.

*

Bereiter Eros

Das junge Mädchen verirrt sich erstaunten Auges in den Zwang der Welt.

Sie fordert von ihm den Glanz des Schöpfung und gewährt dafür die Gunst des Augenblicks.

*

Im Rechten Winkel

Wer nicht zu sich selbst steht, verliert sich am Beispiel anderer.

Der Lebenskampf gibt der Hohen Schule des Anstandes seine Bewährungschance.

Begegnungen finden zwischen Menschen statt, und nicht zwischen Interessenten.

Das Nächstliegende zu tun schließt die Vollendung ein.

Der Charakter verleiht dem großen Talent seinen letzten Segen.

Erst die Dinge werden wesentlich, die einander vollkommen ausschließen.

*

Isoliert

Er desertierte von sich selbst und mußte erfahren, daß ihn niemand suchte.

Sein Gelächter glich dem bewußten Sprung über den Gipfel in den Abrund.

Sie ist mit ihrem Herzen in Not geraten, und ihr Verstand steht abseits und schweigt.

Aus seiner Einsamkeit heraus sprach er zu anderen über Dinge, die er sich selbst verschwieg.

*

Dunkle Böen

Wehmut entsteht, wo das Vergängliche sich aufdrängt.

Im Nachhall weint das Ende.

Beim Verlassen des Grabes wechselt man den Schritt.

*

*

Leuchtspuren

Tradition ist die helfende Strömung für das vorwärtseilende Talent.

Die Gnade gleicht dem Tempel mit längster Auffahrt.

Der sinnvolle Fleiß gibt sich erst spät ganz zu erkennen.

Bedeutende Erfolge sind auch die Ergebnisse überwundener Krisen.

Sich des Erreichten zu freuen ist oft größerer Lohn als das Erreichte selbst.

Die letzte Zwecklosigkeit erfüllt zugleich ihren erhabensten Zweck.

In gesegneten Augenblicken kommen wir des öfteren schneller vorwärts, als wir es verwerten können.

Der Verstand ergründet dialektisch das Alibi für das zum Vorgreifen getriebene Gefühl.

Im Sichbemühen sind wir noch im Bereich der Ausstrahlung des Fehlers;
erst in dem Sichüberlassen neutralisieren wir den Begehr seinen Einflusses.

*

Gezeichnet

Nachdem er die Angst erfuhr, hatte er nurmehr Angst vor der Angst.

Sie war gebeugt durch unbewußte Eindrücke.

Das Leben vergewaltigte ihn zu einer nicht erstrebten Reife.

Als er sich einen Platz an der Sonne ermüht hatte, stand er gerade in ihrem ersten Schatten.

Mit einem Reserveherzen wäre er ein großer Mann geworden.

*

Umwölkt

Unsere Melancholien gleichen den bei untergehendem Licht in Schatten getrauchten Landschaften.

Der Landregen beschleicht die Natur wie das Älterwerden den Menschen.

Die Depression gleicht der Ebbe, die traurig vergangenes Leben bloßlegt.

*

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Kommentare

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Posted 266 days ago
Je te le jure par la vigile de sainte Madeleine a l'Huile, ils empoisonnent les gens
qui les regardent, absolument comme donnent la contagion les effets empestes que l'on touche, dix ans apres qu'ils avaient ete enfermes. *** sophiechassat.com
Nenk
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Posted 765 days ago
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Mulyatun
Posted 783 days ago
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Posted 1231 days ago
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Posted 2182 days ago
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Posted 2220 days ago
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Peter Schwerl
Posted 3078 days ago
Die Aphorismen von Hans Arndt gefallen mir sehr. Danke für die Veröffentlichung! Peter Scherl
Berichterstattung
Posted 3323 days ago
Stil hat Hans Arndt durch viele weise Sprüche, keine Frage! Neben allgemeinen Weisheiten hat er sich auch intensiv mit dem Thema Frauen, Tod, Freundschaften und Weltgeschichte auseinandergesetzt. Mir persönlich gefallen viele seiner Aphorismen...
Herbert
Posted 3347 days ago
Eine großartige Sammlung eines großartigen Schriftstellers!
Kadja
Posted 3477 days ago
Tolle Sammlung. Sehr interessant!
Mark Deegen
Posted 3503 days ago
Eine anspruchsvolle Aphorismensammlung! Vielen Dank für die Veröffentlichung zur kostenfreien Einsicht. M. Deegen
Lenin
Posted 3552 days ago
Die Unwissenheit kommt der Wahrheit näher als das Vorurteil.
Hassenkamp
Posted 3567 days ago
Hassenkamp sagte mal "In manchen Familien sind Hunde mit Stammbaum eine Art Adelsersatz." Ich habe das auch so beobachtet und finde diesen Spruch sehr gut gelungen.
Johann Wolfgang von Goethe
Posted 3591 days ago
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee.
Friedricht Hebbel
Posted 3606 days ago
Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange.
Heute entdeckt!
Posted 3621 days ago
"Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen." Napoleo Bonaparte
Unbekannt
Posted 3625 days ago
Man täuscht sich oft, wenn man glaubt, den Hochmut durch Demut besiegen zu können.
Ursula Graus
Posted 3629 days ago
In Aphorismen kann ich mich verlieren, ohne verloren zu gehen! Wolfgang Herbst sagte z.B. "Ärger ist die Unfähigkeit, Wur in Aktion umzusetzen". Das stimmt jeden Tag aufs Neue.
Silie
Posted 3629 days ago
Fraf Fito sagte einmal: "Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde." Der ist immer aktuell!
Peter Schett
Posted 3633 days ago
Ich sag immer "man kann nicht früh genug lernen das Leben in vollen Zügen zu genießen".
Grauenwälder
Posted 3646 days ago
Ich kenne ein ähnliches Zitat: "Mat hat, wer reden kann." Ich meine das ist von Salisbury, Robert.
Robert Salisbury
Posted 3648 days ago
"Macht hat, wer reden kann.", Zitat v. Robert A.T. Salisbury
Erich Kästner
Posted 3658 days ago
Wie sagte schon Erich Kästner: "Der Mensch soll lernen - nur Ochsen büffeln." Stefanie Greifswald
Silie
Posted 3660 days ago
Erfolg ist der Sieg der Einfälle über die Zufälle.
Kant
Posted 3686 days ago
Aufklärung ist die Maxime, jederzeit selber zu denken. Immanuel Kant
Lebensmotto
Posted 3687 days ago
Man kann gar nicht früh genug lernen, das Leben zu genießen!
Eine wirkliche Bereicherung für das eigene Leben.
Hellmut Walters
Posted 3693 days ago
"Wem nichts mehr auffällt, dem fällt auch nichts mehr ein." Eine Lebensweisheit die viele in der heutigen Zeit vergessen zu haben scheinen. Oder nicht?
Sibille Töll
Posted 3695 days ago
Demut ist die Fähigkeit, zu den kleinsten Dingen emporzusehen. Zitat von Albert Schweitzer
Albert Einstein
Posted 3695 days ago
Ich zitiere immer Einstein: "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht." Christoph
Unbekannter Autor
Posted 3697 days ago
Verstand macht nur Sinn, wenn man ihn nicht gedankenlos einsetzt.
La Rochefoucauld
Posted 3697 days ago
Trennung lässt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.
Aristoteles
Posted 3702 days ago
Wenn ein Wunsch ins Wasser fällt - besser nicht nachspringen.
Helen Vita
Posted 3715 days ago
Strohwitwer sind leicht entflammbar - das ist schon materialbedingt.
Lisa Brandt
Posted 3743 days ago
...ich habe noch einen: "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern verleihen." Der ist grandios!
Lisa Brandt
Posted 3743 days ago
Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben.
Mein Lieblingszitat von Max Frisch :)
Karl Dall
Posted 3745 days ago
"Alt wird man, wenn die Leute sagen, dass man jung ausshieht."
Stanislaw Jerzy Lec
Posted 3748 days ago
"Keine Schneeflocke in der Lawine fühlt sich verantwortlich."
Dieter G.
Posted 3752 days ago
Ein passender Spruch für die heutige Zeit: "Geiz macht so einsam, dass man viel Geld sparen kann." (Unbekannt)
Konfuzius
Posted 3762 days ago
"Das Rechte erkennen, aber nicht tun: Das ist Mangel an Mut." zit. v. Konfuzius.
 

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